11. Juni 2026

Fußball-WM 2026 im Verein: Wann wird das Public Viewing steuerlich zum „Eigentor“?

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Published by Vereinsonkel

Fußball-WM 2026 im Verein: Wann wird das Public Viewing steuerlich zum „Eigentor“?

Fußball-WM 2026 im Verein: Wann wird das Public Viewing steuerlich zum „Eigentor“?

Viele Vereine planen zur Fußball-WM 2026 gemeinsame Abende im Vereinsheim: Leinwand, Getränkeverkauf, Bratwurst, vielleicht Eintritt oder Spendenbox. Das stärkt die Gemeinschaft – kann steuerlich aber schnell in einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb rutschen, wenn der Rahmen größer wird oder regelmäßig Einnahmen erzielt werden.

Quelle: ETL

Was treibt Vereine aktuell um?

Ganz praktisch: **Dürfen wir das? Müssen wir dafür Steuern zahlen?** Und: Welche Abgaben/Lizenzen (z. B. GEMA) oder organisatorischen Punkte sind zu beachten, damit es keine unangenehmen Überraschungen gibt.

Quellen: ETL, Renty Event

Typische Einnahmen – und warum die Einordnung wichtig ist

Bei gemeinnützigen Vereinen unterscheidet das Steuerrecht grob verschiedene Bereiche, zum Beispiel:

- ideeller Bereich

- Vermögensverwaltung

- Zweckbetrieb

- wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb

Getränke- und Essensverkauf rund um ein Event landet häufig **nicht** im „harmlosen“ ideellen Bereich, sondern kann steuerlich relevant werden – je nach Ausgestaltung.

Quelle: Deutsches Ehrenamt

Kurz-Check für Vorstände: WM-Abend im Vereinsheim

- Gibt es Eintritt oder wird „nur“ verkauft (Getränke/Grill)?

- Wie groß ist die Veranstaltung (öffentlich beworben? viele externe Gäste?)

- Wie häufig finden solche Events statt (Einzelfall oder Serie)?

- Wer macht die Kasse und wie werden Einnahmen/Ausgaben dokumentiert?

- Umsatzsteuer mitdenken: Spätestens wenn es „größer“ wird, sollte die Umsatzsteuerprüfung mit auf den Zettel.

Quellen: ETL, Deutsches Ehrenamt

Der Vereinsonkel rät:

Plant ihr ein Public-Viewing zur WM 2026, lohnt sich vorab eine kurze steuerliche Einordnung:

- Welche Einnahmen fallen an?

- Wie wird dokumentiert?

- Welche Gestaltung ist „vereinsfreundlich“, ohne die Gemeinnützigkeit unnötig zu riskieren?

So bleibt der Abend sportlich – auch fürs Finanzamt.